Burning Man 2016 – 07:00 Uhr!

So langsam gewöhne ich mich an den (Burning Man) Natur gegeben Tagesablauf. Mit etwas Glück wurde ich kurz zum Sonnenaufgang wach, um diesen entweder zu fotografieren oder einfach nur zu genießen. Egal was – er sieht unglaublich toll hier in Black Rock City aus! Was auch daran liegen mag, das es sich um einen der wenigen Momente am Tag handelt, der quasi fast ohne Wind und Staub auskommt. An diesem Ort lernt man diese Augenblicke lieben und (sofort) zu genießen. Denn damit kann es im Verlauf des weiteren Tages jederzeit zu Ende sein. Wir haben ja auf unserer Außenposition noch das Glück, nicht von jedem Fahrzeug und jedem Windstoß sofort mit diesem feinsten Mehlstaub eingedeckt zu werden. Wer mich kennt, der weiß das Zeiten gleich oder kleiner 07:00 Uhr nicht zu meinen bevorzugten Tagesabschnitten für Aktivitäten gehören. Hier ist das ein wenig anders, es ist einer der wenigen, ruhigeren und besinnlichen Momente, den es im prallen Camp-Alltag zur Erholung braucht. Die Sonnenanbeter beginnen mit Ihren Gebeten und Yoga Übungen, vereinzelte Durchnächtigte schleichen müde in Ihre Lager, ganz wenige Art-Cars mit und ohne Musik sind noch oder schon unterwegs und so manch einer nutzt, wie ich, die ganz andere Seite der Stimmung im Burning Man Rondell. Burner die dann schon unterwegs sind, sind, ob der wenigen anderen Burner auf den Wegen, aufmerksamer zu den einzelnen Personen, grüßen noch häufiger als tagsüber und sind dabei aber meist nicht so kommunikativ wie im späteren Tagesverlauf. Jeder der dann schon wach ist, freut sich über die wenigen anderen bunten Typen, weiß das er nicht alleine so früh wach ist und erfreut sich über die Jungfräulichkeit des Tages. All das macht mich aber nicht zu einem Frühaufsteher. Nach dem frühmorgendlichen Rundblick, dem Besuch der DIXI-Plastikallee, die im Inneren vereinzelt von kreaktiven Geistern zum Erlebnis-Klo umdekoriert wurde, kommt mein Standard Frühstück aus heißem Pulverkaffee mit Milch, Honig und reichlich Frühstücksflocken mit Zimtgeschmack. Das erspart mir zusätzliches Geschirr zu reinigen, was unter Wüsten-Bedingungen (Ihr dürft gern das W kleinschreiben und den Bindestrich entfernen) ein großer Vorteil ist und die Nahrungsaugnahme in der Vorwachphase erleichtert. Danach folgt ein kurzer Blick in den friedlich leeren Wüstenteil um uns und sofort erscheint der kuschelige Schlafsack, bei den herrschenden knapp 10° Celsius, wieder sehr verlockend – oh, ich habe Urlaub, na dann zurück ins Bett.