Burning Man 2016 – Der frühe Vogel –

ist auch nicht schneller aus dem Camp. Nachdem ich Steffen überreden konnte das letzte Feuer am Sonntag, den Tempel, noch abzuwarten, einigten wir uns darauf, direkt nach dem Zusammenbruch der Tempel Anlage die Abreise zu starten. In der Hoffnung vor der fluchtartigen Massenabreise schon auf der gut 100 km langen und einspurigen Landstraße zu sein. Gesagt getan, Tempel brennt, Tempel bricht zusammen, wir brechen auf uuund – stehen im Stau! Na klar waren wir nicht die Einzigen mit diesem verlockenden Gedankengang und um das Unterfangen, sich vor den (freiwilligen) Aufräumarbeiten und dem Stau zu retten, in vollem Umfang abzustrafen, gab es auf der 16 spurigen Wüstenausfahrt zur einspurigen Landstraße einen 8 stündigen Stop. Die Polizei hatte die Zufahrt zur Landstraße gesperrt. Warum? Es wurde eine 17 jährige vermisst, die wohl Ihren Eltern nichts von Ihren “Übernachtungswünschen” mitgeteilt hatte und sich erst am Morgen wieder einfand. Okay. Kurz nach Sonnenaufgang wurde die Strecke freigegeben und es dauerte noch geraume Zeit, bis sich die dann wieder vereinenden 16 Spuren in kontrollierten Abständen auf die Landstraße vertröpfelten. Da wir die Nacht in Stand by Stimmung im Wagen verbracht hatten, sind wir gern im 20 km entfernten Gerlach für eine Pinkelpause mit Mini Frühstück kurz ausgeschert. Da wir zwei Fahrer sind, haben wir uns auf der nun folgenden Fahrt nach Paso Robles abwechseln können. Als Stau erprobte USA Reisende, wurde unsere frisch antrainierte Geduld im feiertäglichen 4 spurigen Labor Day Rückflutestau auf eine weitere Probe gestellt – bestanden, wir sind heil in einem Hotel in Monterey (ca. 100 km südl. von SF) angekommen und waren mal entspannte 24 Stunden am Stück unterwegs. Die Fahrt hatten wir gestoppt, da wir uns ein Hotel gern im Hellen suchen wollten. Einen Schlafplatz haben wir uns dann dank der amerikanischen Telefonkarte mit 3 Gigabyte Datenvolumen im Verlauf der nächsten Tage immer ohne Probleme suchen und über z.B. Expedia buchen können. Kein Vergleich zu der Suche nach einem günstigen Hotel mit einem Gutscheinheft aus den örtlichen Supermärkten, wie das noch bei dem letzten Trip der Fall war. Das Hotel, direkt an einer Tankstelle gelegen, war sauber, trotz der Umgebung ruhig und hatte das beste Frühstück was wir auf dieser Tour erleben durften. Alles zusammen für 80 Euro – da kann man nicht meckern.