Burning Man 2016 – Fahrt nach Gerlach NV

Heute, 27.08.16, hatten wir die Überführungsetappe Richtung Reno NV gestartet. Nach dem wir endlich den zähfließenden Verkehr in San Francisco hinter uns lassen konnten, ging es recht entspannt auf dem 4-spurig gefüllten Highway weiter. Als uns der Füllstand der Fahrzeug- und Personal-Tankanzeige einen baldigen Stop signalisierte, kam uns ein an der Autobahn gelegenes Jagd- und Outdoor-Center gerade recht als Ausrede zur Fahrtunterbrechung. Irgendwie ist in den USA immer alles eine Nummer größer gebaut. So auch dieses Center – alles was das Herz des jagdwütigen Amerikaners begehrt – hier gibt es das passende Zubehör. Die Hälfte der hier einkaufenden Männer konnte, zumindest gewichtstechnisch, einem Grizzly gefährlich werden. Ansonsten war schnell klar, warum unsere in Europa bekannten Kleidergrößen hier nicht ausreichen. Hey, mal ehrlich – das mit der evolutionären Weiterentwicklung des Homo Sapiens Sporticus war bestimmt nicht so gedacht, dass wir vom Jäger & Sammler mit mindestens 10 km täglichem Laufpensum zum XXXL Homo Couchpotato mutieren, die mit Elektrosesseln durch Shopping-Mals streifen. Egal, mein Begleiter konnte ein T-shirt und ich meinen vergessenen Göffel erwerben. In einem leeren Burger King haben wir Fast Food to go geordert und unser vierrädriger Freund bekam ein wenig später an einer Tanke kräftig eingeschenkt. Weiter gings nach Reno. Da der größte Teil der Burner wohl aus SF und Umland kommt, trafen wir unterwegs immer mehr lustig bemalte und bis unters Dach bepackte PKWs, Pickups und Womos im Gigaliner Format (hätten die Straßen hier keine Kurven, wie im alten Rom, so wären die rollen Wohnanlagen bestimmt noch größer. So langsam erfasst auch uns die Vorfreude und eine Vorstellung der Dimension dieses Happening in der Wüste. In Reno sind wir gegen 18:00 gelandet und nach einem Rundum-Blick und einem erneuten Befüllen unseres Transporters, haben wir uns entschlossen, bis Gerlach NV (ca. 20km vor der Einfahrt zum Burning Man Gelände) weiter zu fahren. Eine gute Entscheidung – wie sich später herausstellte. Die nun nur noch einspurige Strecke war gut gefüllt und so sind wir in einer unendlichen Fahrzeugkette gemütlich bis Gerlach gekommen. Dort haben wir uns ausgeklinkt und die erste Nacht in einer Seitenstraße im Wagen verbracht. Die ganze Nacht rollte die Karawane pausenlos auf der Hauptstraße weiter.  Wahnsinn – wie der Exodus ins gelobte Land. Erwartungsfroh und so dicht vor dem Ziel sind wir zufrieden in die Schlafsäcke gekrabbelt.

Burning Man 2016 – Ausstattung

Gestern und heute waren wir auf der Suche nach Zubehör und Ausstattung für die Burning Man. Wir brauchen über 100 Liter Trinkwasser, Lebensmittel für 8 Tage (möglichst haltbar in der Hitze der Wüste), Sonnencreme, Kocher, Essig*, … eigentlich alle Dinge für eine Woche Camping in der Wüste und zusätzlich Geschenke für die anderen Burner. Wir haben uns bei den Geschenken für Bier, Softdrinks und guten Sky Vodka entschieden. Frisch gekühlt geht das immer. Wieder hat uns unser Gastgeber mit Hinweisen und Material ausgestattet, so das unsere Tage mit Besorgungen vollgepackt waren. Coole Klamotten findet man im Schmelztiegel der Steam Punk Stil Ausstattung in San Francisco im Bereich der Mission Street Ecke 20. Für unglaublich wenig Geld gibt es dort die besten Klamotten. Dazu finden sich dort fantastische Restaurants, die eher von Einheimischen als von Touristen genutzt werden und dadurch ein entsprechendes Ambiente bieten. Ausbeute für uns heute – neben dem Kopf voller Bilder – waren: Komplettes Bayern-Outfit für Steffen und für mich einen abgefahrenen Ledermantel mit dazu passendem Hemd und Hut mit farblich abgestimmter Steam Punk Brille. Desweiteren ein Kochtopf Set, Fahrrad, Camping-Tisch & Stühle, ein Berg Lebensmittel, Schaumstoffreste als Matraze, … und Knabberzeug für die Fahrt am Samstag. Abschluss am Freitag Abend war der Besuch in der heimischen Kneipenszene. Laut, freundlich und Biersorten bis zum Abwinken. Eine gute Einstimmung für die folgenden Tage.

USA 2016 – Burning Man – Anreise

Dieses Jahr geht es endlich zur Burning Man in Nevada. Mit ausgesprochen schmalem Gepäck sind wir am Mittwoch, dem 24.08.2016 gegen 11:00 Uhr von Berlin Tegel zuerst nach London und von da mit einem A380 direkt nach San Francisco geflogen. Über 2 Stunden in der Abfertigung in SFA – ich sag mal nix dazu. Unser Mietwagen, riesiger Bus mit 12 Sitzplätzen – perfekt für unsere Tour.Am Abend treffen wir uns mit einem Freund in der Bay Area von SF. Wir können in seinem großzügigen Haus vor und nach der Tour bleiben und bekommen noch etliche Tipps von Ihm. Er ist erfahrener Burner. Es läuft gerade fast zu gut. 😉

Abfahrt in Genua

Unsere Gruppe ist vollzählig und wir hatten eine ruhige Nacht über den Dächern von Genua.

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Gleich geht es auf unsere Fähre. Neben den üblichen übervollen Händlerautos ist auch Globetrotter mit seinem Fahrrad in der Schlange.

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Unfreiwilliger Stopp

Auch der größte Wagen auf der Tour kommt an seine Grenzen. Der Wagen vom Tourguide war zum Glück schon durch und so haben wir den dicken Toyota einfach mit der Winde geborgen.

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Panoramablick

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Ausblick vom Feinsten. Picknick mit unbezahlbarer Kulisse.

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So viel Zeit muss sein – nach der Tour ein leckeren Kaffee mit schrägem Sitzplatz auf der unbelebten Dorfstraße.

Sonniger Aufstieg

und Abfahrt mit Gewitter im Rücken. Das Wetter ändert sich schnell hier in den Bergen.

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Hier ist unser Rastplatz zur Halbzeit der Tour. Einige von uns sind dann bis zum Kamm hinauf gewandert, um die fantastische Aussicht zu genießen. Der Rest unserer Gruppe hat sich das Kapitel “Fahrzeugbergung am Hang” erarbeitet und bravourös erledigt.

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